45 kmLyø im südfünischen Inselmeer
Fähre, Inselstimmung und langsames Tempo passen gut als Ausflug von Langeland und zur Schlossatmosphäre.
Tranekær Schloss steht hoch auf seinem Burgberg mit roten Mauern, Treppengiebeln und Wassergräben als Teil des Erlebnisses. Es ist kein Schloss, das man einfach betritt; das starke Erlebnis liegt darin, die Anlage von außen zu sehen, wo sie sich über Stadt und Landschaft erhebt wie ein sehr konkreter Orientierungspunkt auf Nordlangeland.
Der Schlosspark und der Borgsø sind gegen Eintritt für die Öffentlichkeit zugänglich, und ein breiter Wanderweg führt rund um den See mit wechselnden Blicken auf das Schloss. Hier macht es Sinn, den Blick zwischen Wasserfläche, Bäumen und Mauerwerk schweifen zu lassen, statt nach einer bestimmten Fassade zu suchen. Am Nordufer steht der sogenannte Skomagereg mit einem kleinen Schild mit dem Gedicht „Træets Bøn“ in der Übersetzung von Frank Jæger, der einige Jahre in Tranekær lebte.
Im Schlosspark liegt TICKON, wo dänische und internationale Künstler Land Art genau für diesen Ort geschaffen haben. Die Werke bestehen aus organischen Materialien wie Holz, Erde und Stein, und der Punkt ist nicht ewige Haltbarkeit. Sie sollen in die Natur eingehen, sich verändern und mit der Zeit zerfallen. Das passt ungewöhnlich gut zu einem Ort, an dem Mittelalterburg, Herrensitz und Park ständig übereinanderliegen.
Der Schlosspark Tranekær beherbergt TICKON, wo Land Art nicht als Dekoration neben der Natur steht, sondern in die Landschaft eingebaut ist. Seit 1993 haben mehr als 20 dänische und internationale Künstler hier Werke geschaffen.
Viele Werke bestehen aus Holz, Erde und Stein und sind darauf angelegt, sich mit Wetter, Jahreszeit und Verfall zu verändern. Die Kunstwerke befinden sich vor allem rund um den Schlosssee, wo die Grenze zwischen Werk und Landschaft überraschend unscharf sein kann.