In der Kærupvej 71 in Kærup liegt die Kirche von Tømmerby hoch und frei auf Hannæs, zwischen dem Limfjord und der Nordsee. Die Besucherinformationen der Gemeinde erwähnen, dass die Kirche werktags geöffnet ist, nennen jedoch keine Uhrzeiten. Besonders auffällig sind die romanischen Bildquader der Apsis: Zu sehen sind unter anderem ein von Hunden gehetzter Hirsch und ein Jäger mit einem Horn.
Einige der Tiere haben menschenähnliche Züge, und die Motive wurden unterschiedlich gedeutet; sie sollten daher nicht als eine eindeutige Bilderzählung gelesen werden. Die Apsis wirkt vielmehr wie eine Reihe kleiner Szenen, die jeweils einen genaueren Blick lohnen. Im Inneren wird der Granitaltar von vier Säulen getragen. Die Altarplatte birgt ein Heiligengrab, in dem Platz für ein Reliquienbehältnis war. Die Reliefs des Taufbeckens setzen die Steinmetzarbeit im Kirchenraum fort. Die romanischen Quader machen Granit sowohl zum Baumaterial als auch zur Bildfläche, während der Altar den Stein in einer anderen Funktion als religiöse Ausstattung zeigt.
Von der Umgebung der Kirche aus hat man einen Blick über die Vejlerne. Die hohe, freie Lage eröffnet zugleich den Blick auf die Landschaft zwischen dem Limfjord und der Nordsee. Östlich der Kirche liegt die Quelle Sankt Bodils Kilde. Die Verbindung zwischen dem Namen der Quelle und Sankt Botulf ist lediglich eine Vermutung, und es ist ungewiss, ob die Quelle ein Wallfahrtsort war. Hier treffen sichtbare Details in den Steinen auf eine lokale Geschichte, in der manche Fragen offenbleiben.
Auf Tømmerby Kirkegård steht der Grabstein von Eva Christensen, die selbst als Fotografin arbeitete und 1906 im Alter von 21 Jahren starb. Die besondere Erinnerung ist ihr Porträt auf Porzellan auf dem Stein.
In einem Bericht über eine Führung im Jahr 1998 wird das Porträt als in eine Kachel eingebrannt beschrieben – eine ungewöhnliche Verbindung zwischen dem Beruf der Fotografin und ihrem Grabmal.