3.3 kmRund um Bjålum Klit ab Sydladen
Nahe Rundtour durch dieselbe Dünen-, Wiesen- und Fjordlandschaft mit Vogelleben.
Tipperhalvøen ist ein Ort, an dem sich die Landschaft fast gar nicht erhebt und an dem die Reichweite des Fernglases mehr bedeutet als die Anzahl der Schritte. Salzwiesen, kleine Seen, Prielen, Gräben, Röhricht und flache Fjordflächen bieten Platz für Enten, Gänse, Wiesenvögel und Watvögel, sowohl in der Brutzeit als auch während des Zuges.
Auf Værnengene kann das Auto der schonendste Beobachtungsposten sein. Die Vögel tolerieren ein Auto oft besser als Menschen zu Fuß, sodass das beste Erlebnis darin bestehen kann, still sitzen zu bleiben, das Fenster herunterzukurbeln und die Schwärme ins Blickfeld kommen zu lassen. Fußgänger dürfen sich auf den Straßen in Værnengene bewegen, aber das kann diejenigen stören, die versuchen, die Vögel vom Auto aus zu beobachten.
Die Halbinsel ist zwischen Værnengene im Süden und Tipperne im Norden aufgeteilt. Værnengene ist der am besten zugängliche Teil mit Nordladen, Værntårnet und Straßen durch die Wiesen. Das eigentliche Tipperreservat hat deutlich strengere Regeln: Zutritt ist nur mit dem Auto in den angegebenen Zeiträumen erlaubt, und entlang des Tippervejen darf man nicht aussteigen. Die etwas umständliche Ruhe ist ein Teil der Erklärung dafür, dass die Vögel hier bleiben.
Die Route um Bjålum Klit ist die markierte Wanderung auf Værnengene: etwa 6 km von Sydladen aus und auf einem schmalen Pfad rund um die Düne. Unterwegs wechselt die Landschaft zwischen Wiesen, Schilf, alten Meeresdünen und offenen Ausblicken über Tipperhalvøen.
Bei Nymindestrømmen liegen die Polder als Vogelschutzgebiet, besonders für Möwen und Seeschwalben. Ein Fernglas ist sinnvoll, aber auch Abstand; Hunde müssen an der Leine geführt werden, und die Vögel vertragen Stille oft besser als Tritte.
Die Jagdhütten auf Værnengene sind keine hübschen Sommerhäuser in Reih und Glied, sondern 327 kleine Jagd- und Fischerhütten in drei dichten Gruppen. Viele wurden aus recycelten Materialien wie Fischkisten, Restholz, Hühnerställen und alten Eisenbahnwaggons gebaut.
Die Hütten sind privat, daher erlebt man sie von außen. Früher standen sie kurz davor, entfernt zu werden, gelten heute jedoch als erhaltenswertes Kulturdenkmal: selbstgebaut, schlicht und ein wenig schief in einer Landschaft, in der die Vögel noch immer das Tempo vorgeben.
Tipperne ist der nördliche, streng regulierte Teil der Halbinsel Tipperhalvøen: flache Salzwiesen, seichtes Fjordwasser, kleine Seen, Sümpfe und Schilf, wo Wiesen- und Zugvögel Vorrang haben.
Der Zugang erfolgt nur mit dem Auto in den offenen Zeiträumen, und entlang des Tippervejen darf man nicht aussteigen. Zu Fuß ist der Aufenthalt auf den Bereich beim Tipperhuset, den Beobachtungsturm und den markierten Pfad zum Vogelversteck beschränkt. Hunde dürfen nicht mitgebracht werden; hier ist das Auto oft der unauffälligste Vogelbeobachtungsturm.
Der Aussichtsturm ist einer der Orte, an denen sich die Værnengene am leichtesten lesen lassen: flache, nasse Wiesen, Schilf, Prielen und der südliche Teil des Ringkøbing Fjords liegen offen vor dem Turm.
Der Turm wurde im Sommer 2021 eingeweiht und dient sowohl als Vogelbeobachtungsturm, Aussichtspunkt als auch als Picknickhaus. Hier kann man nach Gänsen, Enten, Watvögeln und Löfflern Ausschau halten, ohne die empfindlichen Gebiete zu betreten. Im Inneren des Turms befinden sich Landschaftsfriese von Jens Overgaard Christensen.
Nordladen ist der praktische Stopp auf der Halbinsel Tipper: Hier gibt es Parkplätze, eine Naturausstellung und zwei Toiletten, von denen eine barrierefrei ist.
Die Ausstellung nutzt Jens Gregersens Illustrationen, um vom Jahreslauf im Vogelleben, von der Landschaft auf der Halbinsel Tipper und den Værn-Wiesen sowie von den Jagdhütten und Jagdtraditionen der Gegend zu erzählen. Ein kurzer Schlüssel zur flachen Landschaft draußen.