Die Thorstrup Kirche wirkt aus der Entfernung nicht großartig, doch sie hat Details, die eine lange und enge Nachbarschaft mit dem Gutshof Nørholm verraten. Blicken Sie zum Turmhelm hinauf: Dort sitzt der Teilmannsche Kranich als Wetterfahne, ein Zeichen aus der Zeit, in der die Kirche von Nørholm und Andreas Teilmann geprägt wurde.
Der Kirchenraum vereint mehrere Schichten. Das romanische Granittaufbecken ist das einzige mittelalterliche Inventarstück der Kirche, während die Kanzel auf die Renaissance verweist. In der Apsis füllt Stefan Viggo Pedersens Fresko Christi Wiederkunft den Raum, und das frühere Altarbild mit Carl Hartmanns Bronzerelief steht heute im Turmraum. Es ist eine Kirche, in der älteres Inventar nicht einfach nur nebeneinander steht, sondern versetzt, wiederverwendet und in neue Zusammenhänge eingefügt wurde.
Draußen ist der Friedhof ein Teil der Erzählung. Die ältere Abgrenzung ist an mehreren Seiten noch erhalten, und die Erdwälle sind mit Findlingen, Raseneisenstein und Sumpferz gesetzt. Von Süden betritt man ihn durch ein Fahrttor zwischen gemauerten Pfeilern. Auf dem Friedhof stehen schwarz gestrichene Gusseisenkreuze, und zusammen mit Grabsteinen und Epitaphien verbinden sie den Ort sowohl mit den Familien der Gemeinde als auch mit dem Nørholm-Kreis. Die zugemauerte Nordtür ist im Mauerwerk noch als nahezu verborgenes Zeugnis zu erkennen.
Auf dem Friedhof von Thorstrup stehen 17 schwarz gestrichene gusseiserne Kreuze. Neun von ihnen gehören zu Nørholms Begräbnis im nordwestlichen Teil des Friedhofs, wo sie in zwei Reihen hinter einem neugotischen Gusseisengitter stehen.
Die Grabstätte macht die Verbindung zwischen der Kirche, dem Gut Nørholm und der Familie Rosenørn-Teilmann sehr konkret. Die Kreuze sind nicht identisch: Einige haben kleeblattförmige Kreuzenden, andere gelappte, und die Größe variiert. Es sind bescheidene Markierungen, aber gemeinsam füllen sie eine ganze Familiengeschichte in Eisen.