Store Jyndovn liegt niedrig und langgestreckt in der Landschaft südlich von Hovborg. Es ist kein Ort mit großer Inszenierung; das Besondere sind die Form, das Ausmaß und die Steine, die noch immer den Rand der Anlage markieren. Wenn man an der Dolmenanlage steht, wird sie mehr als nur ein altes Grab. Sie wirkt wie eine Markierung im Boden: Hier hinterließen die ersten Bauern der Steinzeit Spuren von Toten, Sippe und Zugehörigkeit.
Die erhaltene Grabkammer macht den Ort greifbar. Es handelt sich hier nicht nur um eine Erhebung im Gelände, sondern um eine Anlage aus Stein, Erde und gemeinsamer Arbeitskraft aus einer Zeit, in der Landwirtschaft und feste Siedlungen die Landschaft um die Menschen veränderten.
Der Name ist Teil des Erlebnisses. Jyndovn kommt vom jütischen jynd, Riese oder Jötunn, und Ofen. In der Volksüberlieferung wurden die großen Steine also mit Riesen erklärt: Gewöhnliche Menschen hätten so etwas kaum an Ort und Stelle wuchten können. Der lokale Name Æ Stuer Jyndovn hält an dieser Vorstellung fest.
Man darf ganz bis an die Dolmenanlage herangehen, aber sie ist ein geschütztes Bodendenkmal, daher sollten Steine und Hügel mit Vorsicht behandelt werden. Der Ort eignet sich am besten als kurzer kulturhistorischer Stopp, bei dem die stille Anlage ihre Größe nach und nach zeigt.
Store Jyndovn ist 117 Meter lang und 8 Meter breit. Der Hügel bedeckt etwa 936 m², und entlang des Randes stehen noch 62 Randsteine; ursprünglich dürften es etwa 180 gewesen sein.
Im östlichen Ende liegt die erhaltene Grabkammer mit einem Deckstein von etwa 3 Metern. Der Langdysse wurde 1841 unter Schutz gestellt, sodass man ganz an ihn herangehen kann, sich jedoch vorsichtig zwischen Steinen und Hügel bewegen sollte.