Sølsted Mose ist kein polierter Parkweg, sondern ein Ausflug in eine südjütländische Heide- und Hochmoorlandschaft, wo schmale Pfade, Fahrspuren und ein Steg zwischen offenen Moorflächen und Wasserlöchern hindurchführen. Hier ist die Landschaft niedrig, nass und lebendig, und gerade deshalb fühlt sich die Tour größer an, als sie auf der Karte aussieht.
Die beiden Vogelbeobachtungshütten mit Bänken machen das Moor auch für diejenigen erlebbar, die lieber still sitzen als weit gehen. Von den Hütten aus hat man Blick über die Moorfläche, wo man mit etwas Glück Arten wie Krickente, Bekassine, Wasserralle, Neuntöter und Feldschwirl entdecken kann. Das Blaukehlchen ist einer der markanten Vögel des Moores, und auch der Kranich hat hier einen Brutplatz gefunden.
Das Moor ist aus Torfmoosen auf Flugsand entstanden, wodurch saurer und nährstoffarmer Torf gebildet wurde. Nach einer Phase der Entwässerung und Verbuschung wurde daran gearbeitet, das Gebiet wieder nasser zu machen, unter anderem durch Anheben des Wasserstands und Entfernen von Gehölzaufwuchs. Das ist ein Teil der Erklärung dafür, dass Sølsted Mose noch immer seinen etwas widerspenstigen Moorcharakter hat: Schlamm, Feuchtigkeit, Mücken im Sommer und ein Vogelleben, das am besten gedeiht, wenn die Natur nicht allzu ordentlich ist.