39 kmKvie Sø bei Ansager
Flacher See, Weg und Spielplatz ermöglichen einen einfachen Familienausflug in der Nähe
Søby Brunkulslejer ist kein hübsch angelegtes Naturgebiet. Es ist eine hügelige, vom Menschen geschaffene Landschaft aus Sandkippen, Seen, Gebüsch und Plantagen, in der die Spuren des Braunkohleabbaus das Gelände noch immer prägen. Gerade deshalb wirkt der Ort so unmittelbar: Die Natur ist zurückgekehrt, aber sie verbirgt nicht, was hier geschehen ist.
Am Søby Brunkulsmuseum wird die Geschichte in Arbeiterwohnungen, einem Kaufmannsladen, Maschinen und kleinen Details aus dem Leben in den Gruben greifbar. An der Brunkulsvej kann man auch Reste der früheren Barackensiedlung sehen, wo die letzten verfallenen Häuser als kulturhistorische Spuren stehen geblieben sind. Der Gedenkhain beim Museum verleiht dem Besuch eine andere Schwere; er weist darauf hin, dass das Braunkohleabenteuer auch harte und gefährliche Arbeit war.
Søby Sø liegt nördlich der Braunkohlegruben und hebt sich von den vielen Baggerseen der Gegend ab. Er ist ein natürlicher See in Privatbesitz, doch östlich des Sees gibt es einen öffentlichen Grill- und Rastplatz, an dem auch Baden möglich ist. In den Braunkohlegruben selbst sollte man sich an markierte Straßen und Wege halten. Die Gefahr von Erdrutschen gehört zur Wirklichkeit des Ortes, besonders in Wassernähe und an Stellen, an denen Sand umgelagert wurde.
Mindelunden beim Søby Brunkulsmuseum besteht aus 57 Gedenksteinen für Arbeiter, die in den Braunkohlelagerstätten ihr Leben verloren. 45 der Männer starben in Søby, und 17 kamen bei Sandrutschen ums Leben.
Die Steine berichten nüchtern von einem Arbeitsplatz, an dem die Gefahr nicht nur von abrutschendem Sand ausging, sondern auch von Material, Brunnen, Hochspannung und Sprengstoff. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in den Jahren 1941-1948, als der Abbau größtenteils von Hand erfolgte.
Das Søby Braunkohlemuseum erzählt von den 30 Jahren, in denen von 1940 bis 1970 bei Søby Braunkohle abgebaut wurde. Hier stehen Arbeiterwohnungen aus den 1940er-Jahren Seite an Seite mit Kaufmannsladen, Friseursalon, Speisehaus, Schmiede und schweren Maschinen.
Das Museum begann in Tørve Sørens Hus, das von 1947 bis 1956 vor Ort bewohnt war und laut Museum das einzige originale Haus in der „Skovgade“ ist. Das Modell einer Braunkohlelagerstätte zeigt Brunnen, Förderwinde, Sortieranlage und die praktische Ernsthaftigkeit der Wasserprobleme.
Der Aussichtspunkt liegt im südlichen Teil der Søby Brunkulslejer, etwa 30 Meter über der hügeligen Landschaft aus Sandhalden und alten Abbaustätten. Von hier aus wird deutlich, wie stark der Braunkohleabbau das Gelände geformt hat.
Der Gipfel liegt auf einer Endhalde, unter der kein Braunkohleabbau stattgefunden hat, und der Ort gilt deshalb als sicher zu begehen. Die Bäume werden niedrig gehalten, damit die Aussicht in alle Richtungen erhalten bleibt.