Skallingen ist eine offene Küstenlandschaft, in der sich der Charakter der Tour schnell ändert: Sandstrand und Dünen im Westen, Dünenheide, Strandwiesen und Marsch im Osten. Hier ist nicht viel, was geschniegelt und gepflegt wirken will. Die Landschaft befindet sich noch immer im Wandel, und genau das macht den Ort besonders.
Das Gebiet eignet sich am besten für stille Naturerlebnisse und Wanderungen ohne feste Markierungen. Eine lokal genannte Tour ist „Sibirien hin und zurück“, eine Rundtour von 7 Kilometern, bei der man mit etwas Glück Seehunde und viele Vögel beobachten kann. Entlang der Küste kann Bernstein im angeschwemmten Tang verborgen sein, besonders dort, wo der Strand Material aus dem Meer angesammelt hat.
Skallingen ist über die Skallingenvej von Ho aus erreichbar, und man kann bis zum Ende der Asphaltstraße fahren. Am Ende der Straße liegen ein Picknickhaus und die Alte Rettungsstation mit einer Ausstellung über das Leben in der Gegend. Gezeiten und Überschwemmungen sollte man ernst nehmen, und Hunde dürfen nicht mitgebracht werden, auch nicht an der Leine. Zwischen Skallingen und Langli ist der Verkehr in der Ho-Bucht das ganze Jahr über verboten; die Tour nach Langli hat ihre eigenen Zugangsregeln.
Langli liegt östlich von Skallingen in der Ho-Bucht und ist die kleinste der vier dänischen Wattenmeerinseln. Heute ist sie unbewohnt, hatte aber von etwa 1840 bis 1913 eine feste Besiedlung.
Der Zugang führt bei Ebbe über das Watt, und die Insel ist nur vom 16. Juli bis zum 15. September für die Öffentlichkeit geöffnet. Den Rest des Jahres sind Langli und die umliegenden Wattflächen aus Rücksicht auf Vögel und anderes Wildleben gesperrt — eine Insel, auf der Kalender und Gezeiten mehr bestimmen als die Wege.