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70 m

Ansager Kirche ohne Stufen

Nordtreppe zur Østergade

Die Nordtreppe öffnet sich zur Østergade, wo die alte Begrenzung des Friedhofs noch deutlich erkennbar ist. Hier ist der Zugang nicht nur eine Frage von Stufen: Nach Norden hat der Friedhof alte Grenzlinien und mit Erde gefüllte Steinwälle bewahrt.

Die Treppe ist abgenutzt, uneben und schwer begehbar. Geplant sind Granitränder, flacher Granit bis zum kleinen Tor und erhaltenes Kopfsteinpflaster am großen Tor. Die roten Backsteinpfeiler des Eingangs gehören zur älteren Anlage, deren Haupteingang als Torfahrt von 1775 beschrieben wird.

Die Steinwälle um den Friedhof

Im Norden und Osten wird der Friedhof von Ansager von Steinwällen begrenzt, und die nördlichen Grenzen gehören zu der älteren Einfassung, bevor der Friedhof im 20. Jahrhundert nach Süden erweitert wurde.

Dadurch sind die losen Feldsteine mehr als nur ein Instandhaltungsproblem. Mörtel, Wurzeln und Abrutschungen zeigen, wie verletzlich eine alte Begrenzung sein kann, wenn sie weiterhin als Rand eines lebendigen Friedhofsmilieus dienen soll.

Wegkies statt Fliesen

Auf dem Friedhof von Bredsten wurde der grobe Kies auf den zentralen Wegen durch Wegkies ersetzt. Bei der Wahl geht es um stufenlosen Zugang: eine Kiesoptik, aber mit einer festeren Oberfläche für Rollator, Rollstuhl und Menschen mit Gehbehinderung.

Friedhofsgärtner Henrik Kristensen erklärt, dass die Lösung bei nahezu jedem Wetter gut funktioniert und dass man die Entscheidung gegen Fliesen nicht bereut. Ein weiterer Verbindungsweg wird für eine Umgestaltung in Betracht gezogen, und abends markieren kleine LED-Lampen die Kirche.

Wegkies fordert seinen Tribut

Die Erfahrungen aus Bredsten zeigen die praktische Kehrseite eines ansonsten fußgängerfreundlichen Belags. Wegkies kann eine feste Oberfläche bieten, doch hier erfordern die Wege typischerweise alle 2–3 Wochen einen Unkrautbrenner und jede Woche eine Schleppmatte.

Die Schwachstellen sind die Ränder, an denen Unkraut leichter Fuß fasst, sowie abschüssige Wege, auf denen starker Regen das Material wegspülen kann. Bei wechselndem Frost und Tauwetter können die Wege schlammig werden; dafür werden sie nicht glatt und müssen nicht gesalzen werden.

Abgenutzte Bordsteine in Jelling

Auf dem Friedhof von Jelling liegen alte Bordsteine in verschiedenen Formaten als Wegebelag. Die Steine stammten von einem Gut auf Fünen und wurden in den 1980er-Jahren verlegt.

Sie zeigen einen praktischen Bezug für Friedhofswege: Granit erfordert Kehren und Unkrautabbrennen, bewahrt sein Erscheinungsbild aber länger als Kies. Zwei Wege nach Süden und Westen wurden 2019 umgestaltet, um Unebenheiten zu verringern. In einem Welterbegebiet wird selbst ein Belag zu einer sensiblen Entscheidung.

Der Ostgang in Jelling

Auf dem Ostgang auf dem Friedhof von Jelling liegen die Bordursteine noch immer so, wie sie in den 1980er-Jahren verlegt wurden. Die alten Granitsteine haben unterschiedliche Höhen, sodass es bei einer Neuverlegung nicht nur darum geht, Steine zu versetzen, sondern jeden einzelnen anzupassen, um eine ebene Gehfläche zu erhalten.

Die Lücken, in denen die Steine nicht ausreichen, sind mit Feldsteinen gefüllt. Das verursacht keine besonderen Unkrautprobleme; die Kieswege erfordern mindestens ebenso viel Pflege, und Unkraut ist im Kies deutlicher zu sehen als zwischen Granit.

Heller Granit an der Johanneskirche

An der Sct. Johanneskirche in Vejle ist der stufenlose Zugang mit einem asphaltierten Weg neben einer Treppe aus hellem Granit gelöst. Der Granit wirkt in seiner Farbe beinahe auffallend ruhig, ohne das Spiel von Nuancen, das man oft erwartet.

Als Referenz zeigt der Ort eine klare Zugangslösung bei einer neueren Stadtkirche. Sie steht im Kontrast zu den unebenen Belägen älterer Friedhöfe, wo gerade kleine Kanten und Wechsel im Untergrund für unsichere Schritte viel ausmachen können.

Kies, der fest liegt

Auf dem Friedhof bei Grene Kirke haben die Hauptwege dieselbe Kiesoptik wie der Rest der Anlage, doch der Aufbau ist ein anderer: unten Asphalt, darüber Bindemittel und oben Kies. Dadurch ist die Fläche fest begehbar, ohne wie ein fremder Belag zu wirken.

Die Ränder werden von einem Metallrahmen gehalten. Der Totengräber war mit der Lösung zufrieden, weil sie gefegt werden kann, auch bei Schnee, und keinen täglichen Kampf gegen Algen, Unkraut und Schäden durch Regengüsse erfordert. Den Preis kannte er nicht, meinte aber, sie sei wohl teuer gewesen.

Bordsteine bei Sankt Katrine

Der Kirchweg zur Sankt Katrine Kirche in Ribe dient als konkrete Referenz bei den Pflasterarbeiten: stockgehauene Bordsteine aus gemischtem schwedischem Material liegen quer zur Gehrichtung, mit Kopfsteinen als Rand.

Das Besondere ist nicht die Zierde, sondern die Führung. Die langen Steine machen die Gehfläche lesbar, während die kleinen Kopfsteine die Kante deutlich halten. In einem alten Kirchen- und Klostermilieu wird selbst die Richtung der Steine Teil des Ankommens.

Ansager Byudvikling
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