Pølmose / Lillesø ist ein kleines Heidehochmoor bei Ansager, wo die Tour dicht an Wasser, Schilf und dem weichen Boden entlangführt, der gar nicht so tut, als wäre er etwas anderes als Moor. Der Pfad folgt dem Rand rundherum, und das Erlebnis ist leise: Wasserflächen zwischen der Vegetation, Vogelstimmen und Passagen, bei denen man den Untergrund spürt, bevor man die Aussicht sieht.
Lokale Beschreibungen heben besonders Schwäne und Wildgänse am Moor hervor. Ein fester Vogelbeobachtungspunkt ist nicht angegeben, daher ist es am besten, dort Ausschau zu halten, wo sich der Pfad zum Wasser hin öffnet, und die Geräusche verraten zu lassen, was in der Nähe ist.
Die Landschaft ist nicht nur Feuchtbodennatur. Pølmose war früher ein Torfmoor, und diese Geschichte erklärt mit die Senken, das Wasser und den offenen Charakter. Der zentrale Torfstich wächst zu, daher liegt die Torfgeschichte nicht wie ein ausgeschildertes Museum vor einem, sondern als Form im Gelände.
Das Moor wird durch Naturpflege lichtoffen gehalten, unter anderem durch Beweidung mit Galloway-Rindern im Gebiet. Die Route verläuft außerhalb der Einzäunung, daher sind die Tiere vor allem ein Schlüssel zum Verständnis dafür, warum Birken und Gebüsch das Moor nicht einfach zuwachsen dürfen. Pølmose ist eine stille Tour mit Matschpotenzial und einer Natur, die noch immer Spuren der Nutzung trägt.
In Pølmose wurden 5-6 junge Galloway-Rinder als Landschaftspfleger eingesetzt. Sie grasen und trampeln, damit Bäume und Gebüsch nach der Ausdünnung rund um das Moor im Jahr 2008 nicht wieder die Oberhand gewinnen.
Die Beweidung entzieht dem Boden außerdem Nährstoffe und hilft der vielfältigen Heide-Moorvegetation. Die Route verläuft außerhalb der Einzäunung, sodass die Tiere vor allem ein Schlüssel zum Verständnis dafür sind, warum das Moor weiterhin offen und licht gehalten wird.