4.6 kmDie Kirche von Outrup wirkt aus der Ferne nicht prächtig, doch sie steckt voller Spuren, wenn man auf die Details achtet. Chor und Schiff haben einen romanischen Kern, während spätere mittelalterliche Bauphasen sowohl den Innenraum als auch die Silhouette verändert haben. Von außen erzählen auch die Materialien ihre eigene Geschichte: Granit, rheinischer Tuffstein, Ziegel und ein Bleidach vereinen sich in einer westjütländischen Dorfkirche.
Zu den besonderen Merkmalen der Kirche gehört das Heiligengrab im Altar, in dem sich ein kleiner Reliquienschrein mit einem Knochenfragment befindet. Mit der Apsis ist außerdem eine Sage über die Sühne für eine Verfehlung verbunden, und am Königspfosten der Apsis sitzt ein markanter, behelmter Kopf aus Blei. Die Wandmalereien in Chor und Schiff sind keine großen Bilderzählungen, sondern eher zurückhaltende Spuren: geometrische Borten, Sparren und Ornamente aus einer unbekannten Werkstatt.
Die Ausstattung im Inneren der Kirche umfasst fast die gesamte Nutzungszeit des Gotteshauses: vom romanischen Granittaufstein bis zu Schnitzarbeiten aus der Gegend um Ribe und dem Altaraufsatz vom Beginn des 17. Jahrhunderts. Draußen bewahren die Feldsteinmauern des Friedhofs und das weiß gekalkte Westportal die ältere Anlage. Ein kleines Grabsteinmuseum in der nordöstlichen Ecke versammelt Steine, die früher im Kircheninneren lagen.