6 kmBrinkerne in Strellev
Kurzer, ungezwungener Ausflug mit Bach, See, Spiel und Picknick nahe dem Dorf
Der Ølgod Stadtwald liegt so nah an der Stadt, dass er sich ganz ohne große Planung nutzen lässt: eine kurze Runde nach der Arbeit, eine Picknickpause mit Kindern oder eine längere Tour, bei der der Wald zwischen Wegen, Hügeln und Rastplätzen langsam seinen Charakter wechselt.
Der Geschichtspfad macht den Wald zu mehr als nur Bäumen und Bewegung. Unterwegs vermitteln die Stationen Erzählungen über die Entstehung des Waldes, die Natur, Grabhügel, lokale Persönlichkeiten und Aktivitäten. Die Herzwege bieten eine stärker auf Bewegung ausgerichtete Route durch das Gebiet, und das Gelände erinnert an mehreren Stellen an die sandige Vergangenheit, die der Wald bändigen sollte.
Der Wald wird zum Gehen, Laufen, Radfahren und für MTB genutzt. Die markierten Routen, Picknickhütten, Tisch-Bank-Garnituren und die Freilichtbühne machen das Gebiet praktisch sowohl für den Alltag als auch für kleine Ausflüge. Die MTB-Strecken haben eigene Verläufe, daher sollten Fußgänger dort aufmerksam sein, wo Wege und Strecken aufeinandertreffen.
Das Besondere am Stadtwald ist, dass er als Nutzprojekt begann. Die Plantage sollte Windschutz bieten und verhindern, dass die Binnendünen zu Wanderdünen mit Sandverwehungen wurden. Heute ist aus der ursprünglichen Bergkiefernplantage ein abwechslungsreicherer Wald geworden, in dem die Geschichte noch immer unter den Füßen liegt wie der Sand in den Hügeln.
Der Name des Gedenksteins reicht weiter als der Waldweg. Niels Hansen Uhd war Hofbesitzer auf Egknudgaard und eine markante lokale Persönlichkeit in Ølgod.
1882 war er Schriftführer der Satzung für das Hjedding Andelsmejeri, Dänemarks erste Genossenschaftsmolkerei. Die Regeln beruhten unter anderem auf einer Stimme pro Mitglied, unabhängig von der Anzahl der Kühe. Uhd war außerdem Mitbegründer und Vorsitzender der Ølgod Aktieplantage, daher steht der Stein nicht zufällig zwischen den Bäumen.
Im nordöstlichen Teil des Ølgod Byskov liegt Hanssinelund nahe der Bahnstrecke nach Tarm und der Nørre Allé. Der Hain wurde von dem Buchhändlerpaar Hans und Sine Nielsen angelegt, das von 1909 bis 1955 Bäume pflanzte und Gedenksteine für dänische Schriftsteller errichtete.
Die Steine sind keine polierten Denkmäler, sondern Natursteine mit Namen, Zitaten oder einfacher Verzierung. Hier treffen Pflanzidee und Leselust in einer kleinen Waldnische aufeinander, in der H.C. Andersen, Blicher, Aakjær und Pontoppidan zwischen den Bäumen auftauchen.