520 mDer Grenzweg in Vester Vedsted
Beginnt am Deich nahe der Ebbevejen und verbindet die Wanderung mit Grenzsteinen und lokaler Grenzgeschichte.
Der Mandø-Ebbeweg ist der alte, mit Reisigbündeln markierte Weg über den Meeresboden von Vester Vedsted in Richtung Mandø. Er sieht wie eine Zufahrtsstraße aus, aber für private Autos gilt eine klare Regel: Der Ebbeweg ist nicht die Autostraße nach Mandø.
Der normale Autoverkehr muss die weiter nördlich gelegene Låningsvejen benutzen, und auch dort erfordert die Fahrt genaue Kenntnis von Gezeiten und Wasserstand. Bei Hochwasser wird die Zufahrtsstraße überflutet, und die örtlichen Bedingungen können von dem abweichen, was die Tabellen einfach erscheinen lassen.
Bei Niedrigwasser kann der Ausgangspunkt für einen kurzen Ausflug auf den trockengefallenen Meeresboden genutzt werden. Bleiben Sie in Ufernähe, folgen Sie den Schildern und gehen Sie ohne örtlichen Führer nicht weit hinaus. Hunde müssen angeleint sein, und Salzwiesen, Muschelfelder, Vogelschwärme, Robben und Pri ele müssen gemieden werden.
Für Kinder ist dies ein anschaulicher Ort, um das Wattenmeer zu verstehen: Schlickflächen, Muschelschalen und Reisigbündel zeigen, dass der Weg nur existiert, wenn das Wasser es zulässt.
Am Ausgangspunkt steht die Sturmflutsäule als nüchterne Erinnerung daran, dass das Wattenmeer nicht nur aus Niedrigwasser und Aussicht besteht. Sie markiert Sturmfluten entlang der Küste und verleiht dem Ort eine etwas schärfere Note: Hier bestimmt die Natur noch immer den Fahrplan.
Am Anfang des Mandø-Ebbewegs steht die Sturmflutsäule als eine aus Holz gefertigte Risikokarte. Flutmarken von unter anderem 1634, 1825, 1981, 1999 und 2005 zeigen auf Augenhöhe, wie gewaltig das Wasser im flachen Wattenmeer ansteigen kann.
Oben steht Fru Ingeborg, von Axel Okholm geschnitzt, und blickt aufs Meer. Sie verbindet die Säule mit einer örtlichen Sage vom Warten und Verlust — ein menschlicherer Maßstab für dasselbe Meer.