44 kmSkovsgaard Gut
Kinderfreundliche Natur mit Tieren, Wasserlöchern und Wegen passt zu einem ruhigen Ausflug.
Lyø liegt nah genug an Faaborg für einen Tagesausflug, doch die Fährfahrt macht trotzdem den Unterschied: Das Tempo sinkt, noch bevor du an Land gehst. Die Insel ist klein und am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, denn die Straßen sind schmal, und das Auto ist hier meist eher im Weg.
Gerade der überschaubare Maßstab macht Lyø zu einem praktischen Ausflugsziel. Du kannst Dorf, Küste und Landschaft erreichen, ohne dich für ein großes Programm entscheiden zu müssen. Die Natur wechselt zwischen Badestränden, Angelplätzen, üppigen Abschnitten und offenen Blicken über das Inselmeer.
Lyø By liegt kompakt in der Mitte der Insel mit schmalen Gassen, Fachwerk und einer Kirche, deren Friedhof hinter den Steinwällen fast einen Kreis bildet. Mehrere Häuser sind alt, und das Dorf hat noch immer eine dichte Struktur rund um die Dorfteiche, die es anders macht als viele ausgesiedelte Dörfer auf dem Festland.
Der östliche Teil der Insel umfasst eine stärker hügelige Eiszeitlandschaft mit parallelen Tälern, einem schmalen Höhenrücken und dem Feuchtgebiet Østersjo. Am anderen Ende der Zeitskala steht der Klokkestenen als eines der markanten vorgeschichtlichen Denkmäler Lyøs; der Name geht auf den klaren Klang zurück, den der Stein erzeugen kann, wenn man auf ihn schlägt. Bei Revet ist die Vogelwelt so wichtig, dass der Zugang während der Brutzeit gesperrt ist.
Die Lyø Kirche liegt im westlichen Teil von Lyø By und ist eine kleine spätgotische Langhauskirche, bei der Chor und Schiff ineinander übergehen. Sie wurde um die Zeit der Reformation aus Granit errichtet, ist heute jedoch weiß gekalkt und hat rote Ziegeldächer.
Das Besondere befindet sich draußen: Der Friedhof ist nahezu kreisrund und von Steinwällen umgeben. Die Form wird oft hervorgehoben, doch die Erklärung ist nicht mit Sicherheit bekannt – ein kleines Inseldetail, das sich nicht ganz erklären lässt.
Lyø Mølle steht auf dem höchsten Punkt der Insel, 24,6 Meter über dem Meer, und dient als markantes Wahrzeichen im westlichen Teil von Lyø.
Die heutige Holländermühle wurde 1876 errichtet und ersetzte eine Bockwindmühle aus dem Jahr 1821. Der Unterschied ist einfach, aber sichtbar: Bei der Bockwindmühle wird der gesamte Mühlenkörper in den Wind gedreht; hier ist es die Mühlenkappe, die die Flügel in Position bringt. Die Mühle gehört zugleich zur Landwirtschaftsgeschichte der Insel und ist mit dem Mahlen von Getreide zu Mehl verbunden.
Bei Östersjo zeigt Lyø eine Landschaftsform, die im Südfünischen Inselmeer ungewöhnlich ist: zwei parallele Täler im südöstlichen Teil der Insel. Sie sind durch einen schmalen Hügelrücken getrennt, an dem Bjerget und Askovs Banke den Verlauf des Tals sichtbar machen, selbst auf einer kleinen Insel.
Der Geopark vermittelt das Gebiet vorsichtig als ein besonderes Talsystem, nicht als eine eindeutige Erklärung. Östersjo liegt im östlichen Teil und ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete von Lyø.