Lunde Kirche ist ein Ort, an dem sich das Mittelalter noch in den Mauern ablesen lässt. Chor und Schiff sind romanisch und aus Granitquadern gebaut, während die späteren Anbauten der Kirche einen vielschichtigeren Ausdruck verleihen. Von außen lohnt sich der Kontrast: roher Granit, weißgekalkte Mauerpartien, das Satteldach des Turms und ein Vorhaus mit Ziegeln statt Blei.
Wenn der Kirchenraum geöffnet ist, begegnet man einem schlichten Raum mit weiß getünchten Mauern aus grobem Feldstein. Der Chor ist gewölbt, das Schiff hat eine flache Balkendecke, und der schmale spitzbogige Chorbogen erzählt von den Umbauten im Spätmittelalter. Die Ausstattung ist vielfältig: romanischer Altartisch und Granittaufbecken, gotischer Altaraufsatz, Triumphbogen-Kruzifixgruppe und Schnitzereien aus der Renaissance.
Heute liegt die Kirche mitten in Lunde, doch früher stand sie hoch und frei in der Landschaft zwischen Lunde und Øster Kastkær. Diese Lage ist noch auf dem höheren nördlichen Teil des Kirchhofs zu spüren, wo der Steinwall und die geschützte Umgebung den Blick auf das Gebäude bewahren. Im Sommer nehmen die Bäume von Norden her etwas von der Sicht, aber die Kirche steht weiterhin deutlich zwischen den Stämmen.