80 mLemvig Museum
Liegt nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt und vertieft Lemvigs lokales Leben und Eigenart.
Lemvig ist ein Stadtzentrum, in dem man schnell die Richtung für den Spaziergang findet. Østergade und Vestergade tragen das Handelsleben, und der Kirketorvet liegt als natürlicher Mittelpunkt zwischen ihnen. Das Besondere sind nicht große Entfernungen oder breite Flaniermeilen, sondern die enge Verbindung zwischen Fjordstadt, Geschäften und alten Stadträumen.
Von der Vestergade führen mehrere Wege hinunter zum Hafen, sodass der Spaziergang in wenigen Minuten von Schaufenstern und Platz zu Kaikante und Blick über Lem Vig wechseln kann. Am Hafen gibt es Restaurants und einen Spielplatz, und in der Sommerzeit kann das Gebiet auch seinen Charakter mit Märkten, gemeinsamen Singen, Oldtimern und Essenveranstaltungen ändern, wenn der Kalender es so vorsieht.
Lemvig hat seine Wurzeln als kleine Handelsstadt mit Handel, Fischerei und Schifffahrt, aber eine der am besten lesbaren Spuren ist stiller: Nach dem großen Stadtbrand wurden die Häuser wieder aufgebaut, während das Straßennetz erhalten blieb. Deshalb ist ein Spaziergang durch Østergade, Vestergade und hinunter zum Hafen auch ein Gang durch eine Struktur, die die Stadt selbst überdauert hat.
Achte auch auf den Torvet, den Vasen, die Türme des Centralgården und die schmalen Gassen zum Wasser hin; hier wird Lemvig weniger Postkarte und mehr konkreter westjütländischer Stadtraum.
Die Lemvig Kirche liegt mitten auf dem Marktplatz und wird auch Vor Frue Kirke genannt. Sie hat mittelalterliche Wurzeln, aber ihr äußeres Erscheinungsbild ist vor allem dem Umbau in den Jahren 1933-1935 zu verdanken, bei dem der Turm seine zwiebelförmige Turmspitze erhielt.
Im Inneren ist die Ausgestaltung von Bodil Kaalund aus den Jahren 1977-1988 das markante Kennzeichen: 37 Bilder, bezeichnet als eine ganze Bilderbibel, verteilt unter anderem auf Altar, Kanzel, Emporen und Türen. Draußen markiert das Glockenspiel mit 16 Glocken den Tag um 08, 12, 15 und 18 Uhr.
Das Lemvig Museum befindet sich in Vesterhus, einem denkmalgeschützten Gebäude von 1841, das als Lagerhaus, Scheune und Dreschtenne für einen Kaufmannshof errichtet wurde. Hier wird die Geschichte von Lemvig anhand der Marktstadt, des Umlands, der Küstenkultur und lokaler Gemeinschaften erzählt.
Das besonders Lemvig-Typische tritt in der Ausstellung über Henning Gantriis und „Livets gang i Lidenlund“ hervor, in der die Straßen, Gebäude und Charaktertypen der Stadt in der Provinzstadt des Comics wiedererkannt werden können. Das Museum beherbergt auch Originalzeichnungen, Comicstrips und Skizzen aus der Serie.
Das Museum liegt am Strandvejen westlich von Lem Vig, etwas außerhalb des Stadtzentrums, mit Blick auf den Fjord und die Einfahrt zum Hafen von Lemvig. Religiöse und existenzielle Themen sind hier kein Beiwerk, sondern die eigentliche Sache: Malerei, Skulptur und Keramik vom 20. Jahrhundert bis heute.
Die Bodil-Kaalund-Sammlung bildet mit Bibelillustrationen aus den Jahren 1984-1991 einen festen Mittelpunkt. Das Café ist zum Fjord hin ausgerichtet, und der Betrieb hat mit Freiwilligen sowohl beim Kartenverkauf als auch im Café eine deutlich lokale Prägung.