Kvie Sø ist einer der Orte, an denen ein Familienausflug ganz unkompliziert sein kann: Das Wasser liegt in der Nähe von Parkplatz und Spielplatz, und rund um den See verläuft ein markierter Hjertesti von etwa 2,2-3,3 km. Der Weg wird als leicht begehbar beschrieben, auch mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Ähnlichem.
Das nördliche Ende ist der Badestrand des Sees mit Sandboden, flachem Wasser und Badesteg. Hier ist das Baden laut den Naturschutzangaben auch erlaubt. Der Rest des Sees ist nicht nur Kulisse für den Badeausflug, sondern ein geschützter und empfindlicher Lobeliensee, in dem die Unterwasserpflanzen ein Teil des Schutzgrundes sind.
Die Geschichte von Kvie Sø als Badeort beginnt ganz pragmatisch: Anfang der 1930er Jahre kamen Badegäste mit dem Fahrrad aus Grindsted vorbei am Hof Søknude und weiter über einen Feldweg. Der Landwirt Niels Peter Larsen erkannte die Gelegenheit und besorgte Erfrischungen vom Bäcker in Ansager. Der Verkehr nahm zu, und 1932 ließ er einen Pavillon errichten, damit die Gäste drinnen mit Essen und Trinken sitzen konnten. Der etwas große Riviera-Name beruht also auf einem sehr jütländischen Anfang: Fahrräder, Feldweg und ein Landwirt mit Blick für durstige Badegäste.
In den 1960er-Jahren konnten strenge Winter den Kvie Sø in etwas ganz anderes als einen Badesee verwandeln: in eine Eisbahn. 1966 wurden auf dem zugefrorenen See Eisrennen mit Gespannen-Motorrädern und mehreren Autoklassen veranstaltet.
Die Bahn wird als 1.000 Meter lang beschrieben und mit Strohballen markiert. Laut einem lokalhistorischen Artikel waren im selben Jahr 7.000 Zuschauer vor Ort. Heute steht diese Geschichte deutlich im Widerspruch zum geschützten Status des Sees als seltenem Lobeliensee.
Kvie Sø wurde in den 1930er Jahren zum Badesee, als Menschen aus Grindsted hierher radelten und der Landwirt Niels Peter Larsen begann, Erfrischungen zu verkaufen. 1932 kam der Pavillon hinzu, beworben als „KVIE SØ erstklassiger Badesee“.
In den 1960er Jahren erreichte das Badefieber seinen Höhepunkt: An einem Sommertag konnten Tausende kommen, und 1965 nannte UDE OG HJEMME den Ort „Die Jütländische Riviera“. Heute ist das Baden auf das nördliche Ende beschränkt, da die seltenen Unterwasserpflanzen des Sees nicht viel Belastung vertragen.