3.4 kmWaldspielplatz in der Ansager Plantage
Ein stadtnaher Waldspielplatz ergänzt Kvie Sø gut für Familien mit Kindern.
Der Kvie Sø nördlich von Ansager ist ein Ort, an dem ein Familienausflug unkompliziert bleiben kann: Sandboden, flaches Wasser und ein Badesteg am öffentlichen Badestrand am nördlichen Ende des Sees. Beim Strandbereich liegt auch der Spielplatz, sodass Badezeug, Schaufel und eine kurze Pause an Land zur selben Tour gehören können.
Das etwas Stille am Kvie Sø ist auch das Besondere. Der See ist ein geschützter Lobeliensee, also ein nährstoffarmer Seetyp mit klarem Wasser und besonderen Unterwasserpflanzen. Er hat keine oberflächlichen Zuflüsse, und der Wasseraustausch ist langsam. Deshalb ist der Naturschutzgedanke keine bloße Verzierung der Regeln, sondern Teil des Erlebnisses selbst: Baden gehört in den markierten Badebereich.
Es gibt einen Weg rund um den gesamten See, und die Hjertestierne bieten die Möglichkeit für eine kurze Runde um das Wasser, ohne dass der Ausflug zu einer Tageswanderung wird. Am See liegt der frühere Seepavillon, der heute das Pandekagehuset mit Terrasse und Blick über das Wasser ist. Der Kontrast ist ziemlich schön: ein kinderfreundlicher Badestrand auf der einen Seite, ein empfindlicher Heidesee mit seltenen Pflanzen direkt unter der Oberfläche auf der anderen.
Am Kvie Sø gab der Falkner Frank Skaarup aus Suldrup am 20. Oktober 2018 eine Vorführung. Der Vogel war ein Lannerfalke, und die lokale Berichterstattung beschreibt, wie er nur wenige Zentimeter über die Köpfe des Publikums hinwegsauste.
Es war nicht nur ein Vogel auf einem Handschuh, sondern eine Demonstration von Geschwindigkeit, Präzision und Training. Zwischendurch machte der Falke auch einen Abstecher, bevor er wieder mit dem Falkner vereint wurde.
Das Foto zeigt Kopenhagener Kinder, vermutlich von der Apostelkirche, im Wasser am Kvie Sø. Es ist ein kleines, aber aussagekräftiges Motiv: Bereits in den 1930er-Jahren war der See nicht nur ein lokaler Badeplatz.
1932 wurde der Pavillon nördlich des Sees eröffnet, sodass Badegäste hineingehen und dort bei Essen und Trinken sitzen konnten. Die alte Badefreude steht heute Seite an Seite mit der Rücksicht auf den flachen, empfindlichen Lobeliensee.
Der Kvie Sø hat sein eigenes Wasserwesen: Nekkus, auch Nicus genannt. In der Sage ist er nicht das reine Böse, aber launisch genug, um jährlich eine Färse zu fordern – und sie sich selbst zu holen, wenn das Opfer ausblieb.
In einer anderen Version entkommen Färsen oder Ochsen ihm mit seinem Haken im Geschirr. Die Bauern bringen den Haken zur Kirche, wohin Nekkus nicht zu kommen vermag. Als er ihn zurückbekommt, schlägt er ihn gegen die Mauer, sodass sie reißt: „Kviekalve droge Krog af Nekkus Haand.“
Östlich des Kvie Sø liegt ein Ferienhausgebiet mit rund 230 Häusern im Jahr 2023. Es handelt sich nicht nur um neuere Ferienbebauung: Die ersten Ferienhäuser kamen in den 1930er Jahren, und die eigentliche Parzellierung nahm in den 1970er Jahren Fahrt auf.
Anfang der 2000er Jahre wurde das Gebiet deutlich erweitert. Deshalb liegen ältere Ferienhäuser und neuere Parzellierungen Seite an Seite an dem geschützten, empfindlichen See.