Die Route führt vom Stemmeværkspladsen hinein ins Dickicht entlang der Ansager Å, wo der Pfad schnell schmaler und erdiger wird. Hier ist das Tal nicht zu einem Park geglättet worden: Der Untergrund kann weich sein, der Waldboden feucht, und das Wasser liegt an mehreren Stellen dicht an den Füßen.
Es ist ein kurzer Spaziergang, aber er fühlt sich größer an als seine Länge. Der Pfad wechselt zwischen freien Blicken über die Wiese und engen Passagen unter niedrigen Eichen, deren Äste knorrig und mehrstämmig über dem Weg stehen.
Das Eichengehölz ist nicht einfach nur wilde Natur. Solche Dickichte können durch kargen Boden, Feuchtigkeit, Wind, Beweidung, Stockausschlag und Holzeinschlag über lange Zeit geprägt worden sein. Deshalb wirken die Bäume fast wie ein Märchenwald, aber ihre Form verweist auch auf eine alte Kulturlandschaft, in der Wald, Wiese und Fluss praktisch genutzt wurden.
Entlang der Route liegen kleine Spuren von Wasser- und Wiesenwirtschaft dicht an der Natur. Das verleiht der Tour einen besonderen Ton: Man kommt nicht an großen Anlagen vorbei, sondern durch eine Landschaft, in der die Nutzung des Wassers im Gelände noch zu erahnen ist.
Hansens Bro ist der Wendepunkt der Route und trägt den Namen des Bauern eines nahegelegenen Hofes. Von hier aus geht es zurück in Richtung Stemmeværkspladsen, während sich das Dickicht wieder um den schmalen Pfad schließt.
Das Infohaus auf dem Stemmeværkspladsen ist das kleine Vorzimmer der Route: Hier wird von der Natur, dem stillgelegten Ansager Kanal und dem Stemmwerk erzählt, das Wasser weiter zum Karlsgårdeværket leitete.
Der eigentliche Pfad beginnt wenige Meter links vom Haus und führt in altes Eichenbuschwerk. Im Frühjahr erhält der Anfang einen weißen Teppich aus Anemonen, bevor die schmale Route weiter ins Flusstal führt.
Etwa 2 km westlich von Ansager fließen Ansager Å und Grindsted Å zusammen. Von diesem Punkt an setzt sich das Wasser als Varde Å fort, sodass der Ort eher eine kleine Namensänderung in der Landschaft als eine große Anlage ist.
Der Ansager Å hat sich auf etwa 20 km von dem Gebiet südwestlich von Billund hierher gewunden. Am Zusammenfluss wird das lokale Flusstal an den weiteren Weg des Varde Å nach Westen und zur Nordsee angekoppelt.
Entlang des Flusses steht der alte Eichenbusch niedrig, krumm und mehrstämmig. Er kann wie ein reiner Trollwald wirken, doch die Form kann auch von magerem Boden, Wind, Frost, früherem Holzeinschlag oder Beweidung erzählen.
Das Gebüsch liegt im Flusstal bei der Stemmeværkspladsen, wo sich Ansager Å und Grindsted Å treffen und zur Varde Å werden. Hier ist die Natur nicht geglättet; die Bäume tragen die Bedingungen in ihren Ästen.
Die Stege führen den Weg über die feuchtesten Abschnitte im Tal der Aue, wo Wiese, Niederung und Wasserlauf dicht beieinanderliegen. Normalerweise kommt man ohne Gummistiefel durch, doch bei sehr hohem Wasserstand kann die Tour dennoch beschwerlich werden.
Bleiben Sie auf dem Weg: Der weiche Boden verträgt nicht viele zusätzliche Spuren. Entlang der Route lassen sich an mehreren Stellen Reste alter Bewässerungskanäle erkennen, in denen früher Wasser aus dem Fluss genutzt wurde, um die Wiese in trockenen Perioden zu bewässern.
Der Kanalweg führt zurück in Richtung des Stauwerks, wo die Varde Å am Ende des Weges liegt. Der Ort ist eng mit dem ehemaligen Ansager Kanal verbunden, der ab 1945 einen großen Teil des Wassers weiter in Richtung Karlsgårde leitete.
Nach dem EU-LIFE-Projekt im Jahr 2010 wurde mehr Wasser wieder in den natürlichen Lauf der Varde Å geleitet. Der Weg erhielt 2012 neuen Asphalt, nachdem schwere Bagger ihn als Zufahrtsweg zum Flusstal genutzt hatten. Über dem Randstreifen und dem offenen Land ist der Mäusebussard oft auf der Jagd zu sehen.