23 kmMergelabbau in Skovlund
Mergelgraben erklärt vor allem als Hintergrund, wie Heideboden verändert wurde.
In Klelund erzählen nicht nur die Bäume Geschichte. Die Waldwege sind als markante Sterne angelegt, und bei Syvstjernen treffen sieben Wege in einem Zentrum zusammen . Hier spürt man deutlich, dass die alte Heide nicht einfach nur aufgeforstet wurde, sondern mit Plan und Wille gezeichnet.
Vor der Plantage war das Gebiet eine sandige Heidelandschaft. Unter den Baumkronen liegen noch ältere Spuren: Langdysser, eine Runddysse und Grabhügel in und bei Klelund. Die vorgeschichtlichen Denkmäler sind mit Informationstafeln zugänglich, unter anderem bei Tinghøj und Jyndovn .
Die feuchten Bereiche erzählen eine andere Nutzungsgeschichte. In den Mooren wurde früher Torf gewonnen, und das gibt dem Wald eine zusätzliche Ebene: nicht nur Plantage und Jagdlandschaft, sondern auch eine Arbeitslandschaft, in der Boden, Wasser und Brennstoff praktische Bedeutung hatten.
Im südlichen Teil steht der Gedenkstein für ein britisches Halifax-Flugzeug, das nach Angriffen eines deutschen Nachtjägers abstürzte. Die Geschichte ist erschütternd, aber der Stein macht sie mitten zwischen den Waldwegen konkret und lokal.
Villa Klelund gehört zur Besitzgeschichte dazu, das Gebäude ist jedoch privat und nicht zugänglich. Der Verkehr sollte auf den Waldwegen und mit Respekt für die Beschilderung erfolgen.
In den 1970er Jahren erhielt die Klelund Plantage einen kleinen privaten Flugplatz mitten im Wald. Er war nicht für den Passagierverkehr gedacht, sondern für den Plantagenbetrieb unter Gräfin Edel Brockenhuus-Schack, verheiratete Kaars Sijpesteijn.
Die Bahn hängt mit der Phosphordüngung aus der Luft auf dem mageren, sandigen Heideboden zusammen. Das ist eine eigenartige Spur in der Waldgeschichte: die Plantage als Arbeitslandschaft, in der ein Flugzeug ebenso praktisch sein konnte wie ein Waldweg.
Jyndovn in der Klelund Plantage ist ein geschütztes Langdysse, also eine längliche Grabform aus der jüngeren Steinzeit. Sie wird auf etwa 74 Meter Länge und 3 Meter Breite angegeben, darf aber nicht mit der größeren Store Jyndovn südlich von Hovborg verwechselt werden.
Das Bodendenkmal ist mit Infotafel zugänglich. Als geschütztes Kulturdenkmal darf es nicht verändert oder beschädigt werden; hier ist die Steinzeit nicht rekonstruiert, sondern als leise Spur zwischen den Bäumen bewahrt.
Syvstjernen ist Klelunds deutlichste Waldgeometrie: Sieben Waldwege treffen sich in einem Zentrum . Der Wegestern steht im Zusammenhang mit F.C. Moltkes Idee, in Dreiecken zu pflanzen, die durch Wege voneinander getrennt waren und sich in fünf- und siebeneckigen Sternen sammelten.
Der Ort zeigt die Plantage als eine Zeichnung im Gelände. Bevor der Wald entstand, gab es hier sandigen Heideboden mit Heidekraut; hier wurde die Heide in eine regulierte Arbeits- und Waldlandschaft verwandelt.
Tinghøj ist nicht groß: etwa 11 Meter im Durchmesser und knapp einen Meter hoch. Dafür ist sie als Bodendenkmal gut erkennbar, mit erhaltener Randsteinreihe und einer Grabkammer in der Mitte des Hügels, bedeckt von einem Stein von ungefähr 2 mal 1,6 Metern.
Der Name mag den Ort wie einen alten Thingplatz erscheinen lassen, doch die Quellen beschreiben genau diese Tinghøj als eine Runddolmen aus der Jungsteinzeit. Etwas südlicher lag ein inzwischen abgetragener Grabhügel mit Funden eines Streitaxtes und 750 Bernsteinperlen.
Villa Klelund ist das historische Hauptgebäude der Plantage, erbaut nach dem Eigentümerwechsel im Jahr 1919 und als kleines Holzschloss bezeichnet. Es wurde als Wohnhaus des Eigentümers errichtet und gehört zu jenem Teil von Klelund, in dem Plantagenbetrieb, Jagdumfeld und neue Vermögen nach dem 1. Weltkrieg sichtbare Spuren hinterließen.
Das Gebäude liegt in einem privat genutzten Naturgebiet und ist kein gewöhnliches Ausflugsziel. Am ehesten macht es als fester Punkt in der Landschaft rund um die Sternwege und die alten Betriebsgebäude Sinn.