Am Erntetag wird der Museumshof Karensminde zu einem Arbeitsplatz auf dem Feld. Die Freunde von Karensminde machen die Ernte lebendig, sodass Kinder und Erwachsene die Arbeit von den ersten Schwüngen mit der Sense bis zum Binden des Getreides zu Garben verfolgen können.
Es ist eine recht einfache, aber wirkungsvolle Geschichtsstunde: Zuerst sieht man die Handarbeit und die sich wiederholende Mühe. Später kommen die alten Erntemaschinen zum Einsatz, und der Unterschied zwischen Sense und Maschine wird ohne viele Erklärungen deutlich.
Der Erntetag hängt mit dem Rest des Museumshofs zusammen. Karensminde hat historische Nutztierrassen, und die Ställe, Felder und Außenbereiche des Hofes machen die Landwirtschaftsgeschichte konkreter als ein Text an einer Wand.
Wenn die Feldarbeit beendet ist, fährt der Pferdewagen mit Besuchern umher. Es ist ein ruhiger Abschluss eines Tages, an dem viel vom Erlebnis gerade im Tempo liegt: der Klang der Geräte, Tiere auf dem Hof und Menschen, die mit den Händen arbeiten.
An besonderen Aktivitätstagen ist die Kaffeestube geöffnet, und zum Erntetag gibt es auch einen Waffelstand. Karensminde liegt auf den Wiesenflächen an der Grindsted Å, wo Heu und Rinder historisch die Grundlage für den Betrieb der Wiesenhöfe waren. Hier ergibt die Waffel fast am meisten Sinn, nachdem man gesehen hat, was ein Erntetag verlangen konnte.