Åben Hede ist der Tag, an dem sich die Kallesmærsk Hede von einem abgesperrten militärischen Übungsgelände in einen Publikumsbereich mit Panzern, Artillerie, Mörsern und anderem Gerät in Reih und Glied verwandelt. Hier geht es nicht nur ums Zuschauen aus der Ferne: Viele Fahrzeuge sind für das Publikum geöffnet, und das Scharfschießen am Ende des Tages ist Teil des Erlebnisses selbst.
Das Besondere an der Veranstaltung ist der Kontrast zwischen Nähe und Kontrolle. Das Danske Artilleriregiment beschreibt das Prinzip als „so nah wie möglich, so weit weg wie nötig“, und das ergibt an einem Ort, an dem mit schweren Waffensystemen geschossen wird, viel Sinn. 2022 begann die Vorführung mit zwei F16-Flugzeugen tief über den Zuschauern, bevor die Fahrzeuge mit Gewehren, Kanonen und dem stärksten Geschütz aus einer CAESAR-Haubitze übernahmen.
Die Kallesmærsk Hede ist der ursprüngliche Teil des Oksbøl Skyde- og Øvelsesterræn und kein gewöhnliches Naturschutzgebiet, das man frei betreten kann. Das Gelände kann wegen Schießbetrieb gesperrt sein, und die Heide selbst ist dauerhaft abgesperrt wegen der Gefahr durch nicht detonierte Munition. Wenn Zugang möglich ist, geht dies aus Informationstafeln und den Angaben der Verteidigung zu Schießübungen hervor; rote Ballons, Lichter, Schranken und Wachposten sind keine Dekoration in der Landschaft, sondern Teil der Sicherheit.