Janderup Ladeplads liegt niedrig und offen an einer Schleife der Varde Å, wo die grünen Wiesen viel Raum für Ausblick und Aufenthalt bieten. Hier ist der Fluss nicht nur ein hübscher Rand der Landschaft, sondern ein Teil der Erklärung des Ortes: Das Wasser aus der Ho Bugt und dem Wattenmeer ist im Flusstal noch immer spürbar.
Vor der Eisenbahn war der Wasserweg nach Varde oft einfacher als die schlechten Landstraßen. Bei Janderup war der Fluss breit und tief genug für größere Schiffe aus der Ho Bugt, weiter landeinwärts Richtung Varde wurde er jedoch schmaler. Deshalb wurden Waren hier auf Prahme und kleinere Boote umgeladen, die weiter entlang des Flusses gerudert oder gezogen werden konnten.
Die Sturmflutsäule macht die Gezeiten greifbar. Sie steht als Erinnerung daran, dass die Varde Å nicht völlig vom Meer losgelöst ist und dass die Wiesen regelmäßig unter Wasser stehen können. An stillen Tagen wirkt der Ort friedlich; bei hohem Wasserstand wird die Landschaft ernster.
Heute ist die Ladeplads als Erholungsgebiet mit Holzsteganlagen für Boote und der Möglichkeit zum Anlegen mit dem Kanu eingerichtet. Die Janderup Kirke liegt frei in der Wiese nördlich der Flussschleife, während das Skipperhuset zwischen Kirche und Ladeplads an Fährhof und Krug erinnert. Es ist ein kleines Stück Flusstal, in dem Hafen, Weg, Kirche und Wasserstand noch immer zusammenhängen.
Die Sturmflutsäule bei Janderup Ladeplads macht das Wattenmeer greifbar: Gezeiten und Sturmfluten können die Varde Å bis hierher beeinflussen. Die heutige Säule wurde im Jahr 2000 aufgestellt, doch die Hochwassermarken der älteren Säule wurden übernommen.
Die Markierungen zeigen unter anderem 1909, 1911, 1923, 1928, 1981, 1990 und 2005. Die Sturmflut von 1909 war so heftig, dass das Wasser in Janderup gut 70 cm hoch in den Gaststuben stand.
Die Janderup Kirche liegt frei in der Wiese nördlich einer Schleife der Varde Å, am äußersten Rand der Varde Bakkeø. Es ist eine markante Lage in der flachen Wiesen- und Marschlandschaft – und eine exponierte dazu.
Die Gezeiten der Nordsee können den Fluss bis hierher beeinflussen. Bei Sturmflut können Wasser und Rückstau die Wiesen und mitunter den Friedhof unter Wasser setzen; 1909 wurde der Friedhofsdeich überschwemmt und im Süden eingeebnet.