9 kmButterdrittel von Skovlund nach Ansager
Die Butterdriteln zeigen Handwerk und Logistik rund um die Produktion der Genossenschaftsmolkereien.
Das Hjedding Molkereimuseum ist kein großes Museum mit langen Sälen. Der Punkt ist fast das Gegenteil: Hier steht eine kleine Molkerei südlich von Ølgod als ein sehr konkreter Ort für eine Idee, die weit über das Gebäude hinauswuchs. Im alten Molkereigebäude kann man verfolgen, wie gemeinsames Eigentum, neue Technik und praktischer Bauernverstand in einer Produktion zusammenkamen.
In der Molkerei ist es vor allem die Ausstattung, die die Erzählung anschaulich macht. Die Dampfmaschine, die Zentrifuge, der Butterfertiger und der Knettisch verweisen auf eine Zeit, in der bessere Butterqualität nicht nur eine Frage des Könnens war, sondern auch der Technik und Organisation. Die kleine Maglekilde-Zentrifuge und der Butterfertiger waren Teil des Wandels, der den Molkereibetrieb zu etwas Gemeinsamen, Effizienteren und Einheitlicheren machte.
Beim Hjedding-Modell ging es nicht nur um Molkerei. Die Genossenschaftsmitglieder hatten jeweils eine Stimme, unabhängig davon, wie viele Kühe sie mitbrachten, und die Verantwortung war gemeinsam. Das macht den Ort zu einem ungewöhnlich nüchternen Stück Demokratiegeschichte: kein Rednerpult und kein Rathaus, sondern ein Arbeitsraum mit Milch, Dampf und Butter als Rohstoffen.
Das Museum ist unbesetzt, und der Zugang erfolgt per Code, wenn es geöffnet ist. Die Vardemuseen geben jedoch an, dass der Ort derzeit vorübergehend geschlossen ist, daher sollte die Öffnung vor einem Ausflug zur Hjeddingvej überprüft werden.
Niels Hansen Uhd war Landwirt auf Egknudgaard bei Ølgod und der Mann, der die Satzung für die Hjedding Andelsmejeri ausarbeitete, die am 10. Juni 1882 eingeweiht wurde. Hier wurde der Genossenschaftsgedanke mit Prinzipien wie gleicher Abrechnung, Stimmengleichheit und solidarischer Haftung praktisch umgesetzt.
Der Gedenkstein wurde am südlichen Rand der Ølgod Plantage errichtet, heute eng mit Ølgod Byskov verbunden, und am 19. Juni 1910 enthüllt. Die Inschrift fasste das Ideal in drei Worten zusammen: „Wahrheit, Ehrlichkeit und Treue“.