Grene Sande liegt mitten in der Gyttegård Plantage, aber der Körper kann für einen Moment etwas anderes glauben. Hier wechselt der Untergrund auf kurzer Distanz von lockerem, trockenem Sand zu Heide und feuchten Senken, und das macht das Gebiet abwechslungsreicher, als seine Größe vermuten lässt.
Das Auffälligste sind die Inlanddünen: Sandhügel ohne Meer, Strand oder Küstenwind als Erklärung. Der Sand ist Flugsand, der durch den Wind über sehr lange Zeit bewegt und geformt wurde, und die Landschaft zeigt noch immer den Kampf zwischen Wind, Sand, Pflanzen und Feuchtigkeit.
Die feuchten Moorgebiete haben dabei geholfen, den Sand zu bremsen und Windschutz zu schaffen, sodass die große U-förmige Parabeldüne entstehen konnte. Im Gebiet trifft man auf offene Dünenflächen, Heideabschnitte, kleine Wasserlöcher und feuchtere Partien, in denen die Tour schnell mehr Schichten bekommt als nur „ein Spaziergang im Wald“.
Grene Sande ist auch ein Ort, an dem man das Kleine und Langsame wahrnehmen kann: Heide, Moose, Flechten und die offenen Flächen, die frei von Verbuschung gehalten werden müssen, damit sie ihren Charakter nicht verlieren.
Der Ort eignet sich gut für ein kurzes Naturerlebnis, auch mit Kindern, die die Landschaft direkt in den Beinen spüren können. Dafür gehören Sand, Wurzeln, Steigungen und schmale Wege mit dazu; es ist kein Gebiet, das sich wie ein ebener Parkweg verhält.
Der markanteste Durchbruch in der Plantage von Grene Sande ist eine helle Sandfläche von etwa 400 x 100 Metern. Sie wirkt wie eine Binnenlandversion der Westküste: trocken, offen und ohne Meer, umgeben von Heidekraut, Heide, kleinen Mooren und vereinzeltem Bewuchs.
Der Sand ist noch immer ein wenig in Bewegung. Das zeigt sich besonders an den Bäumen, wo der Wind Sand um die Wurzeln herum abgetragen hat, sodass sie an manchen Stellen frei hängen und sich an den lockeren Untergrund klammern.
Grene Sande ist ein Ort für Vogelbeobachtungen, weil die Landschaft zwischen trockener Heide, Mooren, Feuchtwiesen und kleinen Wasserstellen wechselt. Der Kranich ist besonders mit den feuchten Bereichen verbunden, während Neuntöter und Heidelerche zu den trockenen Heidetypen gehören.
Der Ziegenmelker kann ein eher unauffälliges Erlebnis sein: Die dänische Naturbehörde Naturstyrelsen hebt seinen schnurrenden Laut an hellen Sommerabenden hervor. Der Bruchwasserläufer wird im Vogelleben des Gebiets erwähnt, sollte aber am besten vorsichtig als seltener Gast auf den Heideflächen beschrieben werden.
In Grene Sande sind Pferde und Rinder kein Schmuck in der Landschaft, sondern Teil der Landschaftspflege. Die Beweidung hält hohe Vegetation und neuen Aufwuchs niedrig, sodass mehr Licht bis zur Bodenoberfläche gelangt.
Das ist wichtig in einem Gebiet mit Binnendünen, Heide und extrem nährstoffarmem Boden. Ohne solche Störungen können offene Naturtypen mit Gebüsch und Wald zuwachsen; hier schafft kurz abgeweidetes Gras auch Raum für niedrige Pflanzen und mehr Vielfalt.
Der Gyttegård Golf Klub liegt ganz in der Nähe von Grene Sande, sodass der Übergang zwischen Golfplatz, Plantage und geschützter Heidelandschaft ungewöhnlich kurz ist. Der Platz hat 18 Löcher, Par 70, und wird als Wald- und Heidelandschaft mit einem Wechsel zwischen Waldlöchern und offenen Abschnitten beschrieben.
Vom südlichen Teil von Grene Sande aus kann man auf den Platz blicken. Das Clubhaus befindet sich in einer alten Försterwohnung aus dem Jahr 1898, mitten in der Plantage, die ansonsten Sand, Heidekraut und Binnendünen verbirgt.
Am Parkplatz in Grene Sande liegt der Hundewald der Gyttegård Plantage: ein eingezäuntes Gebiet von circa 5 Hektar, angelegt 2005/06.
Hier dürfen Hunde ohne Leine laufen, wenn die Begleitperson die volle Kontrolle hat; andernfalls muss die Leine angelegt bleiben. Außerhalb des Hundewaldes gilt in der Gyttegård Plantage Leinenpflicht, auch wenn der Ausflug weiter hinaus in Sand, Heide und Dünen führt. Die Tore müssen geschlossen gehalten werden, damit Hunde und Wild getrennt bleiben.