2.6 kmGrene Sande - Inlandsdünen bei Billund
Mini-Westküste im selben Gebiet; leichter Naturbesuch nahe der Kirche und Billund
Die Grene Kirche wirkt auf den ersten Blick wie eine Backsteinkirche aus der großen Heidezeit westlich von Billund. Doch im Kirchenraum finden sich ältere Schichten: ein romanisches Taufbecken aus der alten Kirche und eine Kanzel mit Schnitzereien von Blumen, Engelsköpfen und Blattwerk. Das macht die Kirche zu mehr als nur einer Nachfolgerin; sie trägt tatsächlich Teile ihrer Vorgängerin weiter.
Der Kirchenraum ist weiß getüncht und schlicht, mit einer gräulichen Balkendecke. Im Chorbogen befindet sich eine kalkgemalte Dekoration aus der Bauzeit mit Evangelistensymbolen und Jesusmonogramm. Von außen sind die Rundbögen sowohl an den Fenstern als auch am Portal deutlich zu erkennen, und der Turm dient heute als Eingangsbereich.
Der Friedhof erzählt seine eigene lokale Geografie. Als er angelegt wurde, wurden die Grabstätten nach der Lage der Höfe verteilt, sodass Familien aus bestimmten Gegenden in bestimmten Teilen des Friedhofs zu liegen kamen. Das ist eine nüchterne, aber recht genaue Karte eines Kirchspiels, bevor Billund wirklich wuchs.
Die alte Grene Kirche lag etwa 2 km südwestlich an der Grene Å. Auf dem alten Friedhof ist der Umriss der Kirche markiert, und der Ort rückt die heutige Kirche in eine größere Perspektive: Von hier wurden sowohl Inventar, Glocke als auch Teile des Gedächtnisses des Kirchspiels zur neuen Kirche verlegt.
An der Ostgiebelwand befinden sich zwei Sandsteingrabsteine aus dem späten 17. Jahrhundert. Sie erinnern an den Hardenvogt Niels Clemmensen und Sophie Christensdatter und stammen aus der alten Grene Kirke, wo sie im Fußboden vor dem Chor lagen.
Die Steine wurden mehrmals versetzt: vom Fußboden der alten Kirche in die Vorhalle der neuen und später hinaus an den Giebel, als die Vorhalle 1991 durch den Turm ersetzt wurde. Die leeren Felder in den Inschriften zeigen, dass Todes- und Altersangaben nie hinzugefügt wurden.
Die Grene Kirche erhielt 1891 keinen eigentlichen Turm, sondern einen Dachreiter über dem Westgiebel. Dort hing die Glocke der alten Grene Kirche, und die Spitze hob sich mit ihrem Kupferdach ab, während der Rest der Kirche Schiefer hatte.
Als die Kirche 1991 restauriert wurde, wurde der Dachreiter durch einen richtigen Turm ersetzt. Die alte Spitze steht nun auf dem Friedhof zwischen dem gewöhnlichen Friedhof und dem Naturfriedhof – als ein losgelöstes Stück der ersten Silhouette der Kirche.