Udvandrere står ved hestetrukne vogne foran en bygning i Dagmar-kolonien i Montana
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Der Traum von Amerika

Hochzeit und Anzeigenversprechen

Am 14. März 1906 heirateten Anna und Johannes in Irene, der Nachbarstadt von Volin in South Dakota, wo sie lebten. Das Gebiet war keineswegs zufällig dänisch: Viele skandinavische, vor allem dänische Einwanderer hatten sich hier gegen Ende des 19. Jahrhunderts niedergelassen.

Kurz darauf erwartete Anna das erste Kind des Paares. Gleichzeitig fand Johannes eine Anzeige in der dänischsprachigen Zeitung Dannevirke über eine neue dänische Kolonie im Westen. Eine Hochzeit in Irene wurde damit auch zum Beginn des nächsten Aufbruchs hinaus auf die Prärie.

Das kleine Haus in der Prärie

Dagmar im Nordosten von Montana wurde 1906 als dänische Kolonie gegründet. Johannes Christensen gehörte zu den sieben Männern, die nach Westen zogen, als der vorgesehene Ort in North Dakota bereits vergeben war.

Jeder Mann nahm einen Landanspruch von 160 Acres auf. Für Anna und Johannes bedeutete der Traum von kostenlosem Land ein Leben weit entfernt von Arzt, Schule, Kirche und Kaufmann. Die Kolonie bekam jedoch bald eine Schule, und der Unterricht fand sowohl auf Dänisch als auch auf Englisch statt.

Der erste Todesfall in Dagmar

1909 erkrankte Jens Johannes Christensen schwer in der dänischen Kolonie Dagmar in Montana. Die Quellen sind sich nicht ganz über Monat und Todesursache einig, doch der Todesfall traf eine noch sehr junge Siedlung, in der Anna als 29-Jährige mit zwei kleinen Kindern, einem Bauernhof und einem weiteren Kind unterwegs zurückblieb.

Der Friedhof war noch nicht angelegt worden, obwohl die Frage bereits erörtert worden war. Johannes wurde damit zu einem der ersten, die seine Notwendigkeit deutlich machten.

Zurück nach Dänemark

Im Herbst 1909 erreichte ein Brief von Anna Dänemark: Sie war in Schwierigkeiten geraten und brauchte Hilfe. Ihr 16-jähriger kleiner Bruder Ingvard wurde in die USA geschickt und überquerte den Atlantik mit der S/S Hellig Olav.

Anna stand mit drei Kindern allein da, nachdem Jens Johannes als Farmer in der dänischen Kolonie Dagmar in Montana an Typhus gestorben war. Der Hof wurde verkauft, und am 20. Mai 1910 kehrte die kleine Familie nach Dänemark zurück.

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