11 kmThorsminde
Der Hafen und das Strandungsmilieu der Westküste passen gut als Ausflug von der Kirche.
Die Fjaltring Kirche liegt nahe an der Nordsee, und das spürt man schon auf dem Friedhof. Hier sind viele Grabstätten von weißen Staketzäunen umgeben, am höchsten nach Westen hin, sodass sie Schutz vor dem Wind bieten, der die Gegend prägt. Das ist eine praktische Lösung, aber auch das auffälligste lokale Kennzeichen des Ortes.
Die Kirche selbst ist eine westjütische Quadersteinkirche mit Chor und Schiff aus romanischer Zeit. Von außen kann man die Mischung aus weiß gekalkten Flächen und sichtbarem Quadermauerwerk, bleigedeckten Dächern und einem Turm bemerken, der an der exponierten Lage am Meer wiederholte Reparaturen erforderte. Die zugemauerten mittelalterlichen Türen und teilweise erhaltenen Fensternischen sind kleine Spuren des älteren Gebäudes, wenn man nach ihnen Ausschau hält.
Der Kirchenraum ist schlicht, mit weiß gekalkten Wänden, rot gestrichener Holzdecke und blanken Dielenböden. Das romanische Granittaufbecken ist das älteste Ausstattungsstück der Kirche, während der Altaraufsatz ein Schreinaltar mit Figuren unter anderem von Maria mit dem Jesuskind und Sankt Christophorus ist. Über dem Raum hängt auch das Kirchenschiff Printz Christian, ein lokal gebautes Modell eines dreimastigen Vollschiffs. In der südöstlichen Ecke des Friedhofs markieren zwei kleine Steinskulpturen die Gräber der Anonymen.
Der Altaraufsatz in der Fjaltring Kirke ist ein spätmittelalterliches, dreiflügeliges Schrankretabel aus der Zeit um 1500. Der Mittelschrein vereint drei Motive: Anna selbdritt, den Gnadenstuhl und den heiligen Christophorus mit dem Jesuskind auf der Schulter.
Die Seitenflügel enthalten die 12 Apostel in zwei Reihen. Die Tafel wurde 1642 mit Seitenflügeln, Obergiebeln und Predella modernisiert, sodass sie heute mittelalterliche Figuren mit späteren, von der Renaissance geprägten Ergänzungen verbindet.