Die Esehäuser liegen unten am Ende des Ringkøbing Fjord, direkt unterhalb des Nymindegab Kro. Hier stehen drei niedrige, reetgedeckte Hütten dicht am Wasser; ein bescheidener Ort, aber mit einem deutlich westjütländischen Klang von Fjord, Wind und altem Fischerleben.
Es ist keine große Anlage, doch gerade die Größe macht den Ort leicht verständlich. Die Hütten, Tische und Bänke eignen sich für einen kurzen Aufenthalt, ein Picknick oder einen ruhigen Stopp auf einer Tour vorbei am Nymindegab Strand.
Der Name kommt von „at ese“: Fischhaken mit Köder zu versehen. Esehäuser wurden für Fischereigerät, Netzarbeit und das Vorbereiten von Haken genutzt, aber auch als Unterkunft für die Esemädchen, die im Fischfang eine praktische und recht anspruchsvolle Rolle hatten.
Die Hütten gehören zu der Zeit, als das Gabet bei Nymindegab der natürliche Ausfluss des Fjords zur Nordsee war. Damals war das Gebiet ein wichtiger Rahmen für die Arbeit der Fischer, lange bevor der Verkehr zum Meer bei Hvide Sande gebündelt wurde.
Die Hütten, die man heute sieht, sind wiedererrichtete Kopien; die ursprünglichen Esehäuser wurden in das Frilandsmuseet bei Kopenhagen versetzt. Dennoch vermitteln die kleinen A-förmigen Häuser ein konkretes Gefühl für eine Arbeitsumgebung, in der niedrige Deckenhöhe, einfache Materialien und lange Leinen mehr Raum einnahmen als Romantik.