Endelave liegt im Kattegat vor dem Horsens Fjord, und schon die Anreise dorthin macht deutlich, dass die Insel vom Tempo des Festlands getrennt ist: Die Fähre zwischen Snaptun und Endelave braucht etwa eine Stunde und fährt täglich.
Für Naturliebhaber ist es vor allem die Küste, die das Erlebnis prägt. Die Insel hat Strand, Wald, Feuchtgebiete, Salzwiesen, Heide und offene Ausblicke, und der Kaninoen führt rund um die Insel durch mehrere dieser Naturtypen. Der Name ist kein Zufall; Endelave ist für seine wilden Kaninchen bekannt, die man am ehesten in der Morgendämmerung oder in der Abenddämmerung sieht.
Im nördlichen Teil liegt Øvre, ein geschütztes Naturgebiet ohne Bebauung. Hier ist die Landschaft vom Meer geprägt, mit Strandwällen, Salzwiesen, Heide, Kieferngebüsch und kleinen Seen auf einem relativ kleinen Gebiet.
Die Nordspitze ist im geologischen Sinne keine fertige Landschaft. Bei Øverste Ende befindet sich eine Hakennehrung noch im Aufbau, sodass man in einer Küstenlandschaft steht, in der das Meer nicht nur Aussicht, sondern ein aktiver Baumeister ist.
Das Gewässer um Endelave und den Horsens Fjord ist ein international geschütztes Feuchtgebiet, und das Natura-2000-Gebiet ist unter anderem wegen mariner Naturinteressen und des Vogelschutzes ausgewiesen. Das erklärt einen Teil des besonderen Charakters der Insel: Hier liegen Inselleben, Agrarland und empfindliche Küstennatur dicht beieinander.
MF Endelave verkehrt zwischen Snaptun und Endelave, und die Überfahrt dauert etwa eine Stunde. Die Route hat mehrere tägliche Abfahrten, aber Fahrplan, Preise und Betrieb sollten vor der Abreise bei der Fährgesellschaft geprüft werden.
Die Fähre ist nicht nur ein Transportmittel; sie ist die Alltagsverbindung der Insel über die Ostsee. Vom Deck aus hat man vielleicht Glück und sieht Robben und Schweinswale. Robben sollten aus der Distanz beobachtet werden, auch wenn sie an der Küste auftauchen.
Der Flugplatz Endelave liegt westlich der Stadt und ist die private Anlage der Insel mit dem ICAO-Code EKEL. Hier gibt es weder Tower, Funk noch Flugleiter, sondern eine Grasbahn 11/29 und eine ausgeprägt selbstbediente Logik.
Fliegende Gäste können beim Flugzeug oder in der Haselnussplantage campieren. Es gibt Trinkwasser, Toilette, Teeküche und Duschräume mit kaltem Wasser, und im Stall stehen rote Fahrräder für die Weiterfahrt auf der Insel bereit.