Auf den Spuren des Egtved-Mädchens folgt man der Landschaft, wo das Vejle Ådal und das Egtved Ådal zusammentreffen: hinauf an Hänge, hinunter zu Wasserläufen und durch den Wechsel zwischen offenen Weideflächen und dichterer Vegetation. Es ist keine Tour, bei der es nur darum geht, anzukommen; unterwegs verändert das Gelände seinen Charakter so deutlich, dass man das Tal in den Beinen spürt.
Das Gebiet ist geschützt und hügelig, mit trockenen, nährstoffarmen Partien Seite an Seite mit nassen und üppigen Stellen. Wiesen, Moore, kleine Heiden, Gebüsch und Quellen liegen dicht beieinander, und das bietet gute Bedingungen für ein reiches Pflanzen- und Tierleben. Achte besonders auf den Übergang zwischen den beweideten Trockenrasen und den feuchteren Talzügen; hier zeigt das Tal sein etwas unebenes, lebendiges Mosaik.
Der Name bezieht sich auf das Egtved-Mädchen, das in der Bronzezeit bei Egtved Holt bestattet wurde. Bei Egtved Holt kann die Tour mit einem Abstecher zum rekonstruierten Grabhügel verbunden werden, während Egtvedpigens Verden die Geschichte draußen in der Landschaft ohne traditionelle Museumsräume vermittelt. Die historische Erzählung liegt nicht wie Schmuck auf der Natur, sondern als Erinnerung daran, dass Menschen sich seit mehr als 3.000 Jahren in denselben Tälern bewegt haben.
Beachte, dass die Angaben zur Route zwischen der ursprünglichen 14 km-Route, einer 7 km-Etappe und einer neueren 12,5 km langen orange markierten Tagesroute variieren. Prüfe daher die aktuelle Streckenführung vor Ort, bevor du die Tour planst.
Bei Tågelundgård Plantage liegt ein Parkplatz mit Zugang zu einer kurzen Rundtour von etwa 3–3,4 km. Die Route führt auf Waldwegen durch Nadelholzplantagen und weiter entlang von mit Heide bewachsenen Hängen, wo Egtved Ådal beginnt, seine Zähne zu zeigen.
Unterwegs wurden ein Aussichtspunkt sowie Tische und Bänke verzeichnet, und das Gebiet liegt am Rand einer hügeligen Talandschaft mit Magerwiesen, Quellen und nassen Kalkwiesen als landschaftlichem Hintergrund.
Der Parkplatz südlich von Nybjerg Mølle ist der Startpunkt für die gelbe Route „Nybjerg mølle“. Die registrierte Tour ist 4,5 km lang, aber mit bis zu 27,5 % Steigung ist sie mehr Beineinsatz, als die Länge vermuten lässt.
Die Route verläuft auf beiden Seiten des Egtved-Ådal mit Aussichtspunkten und offenen Hängen, die durch Pferde und Rinder offen gehalten werden. Nybjerg Mølle selbst ist privat, daher liegt das Erlebnis im Tal rundherum.
Nybjerg Mølle ist eines der deutlichen Kulturspuren im Egtved Ådal, wo das Gefälle der Wasserläufe früher als Energie genutzt wurde. Das heutige rotgekalkte Mühlengebäude mit Reetdach stammt aus dem Jahr 1850, und die Mühle war ursprünglich eine Getreidemühle mit zwei unterschlächtigen Wasserrädern.
Hier wurde noch bis 1991 Mehl gemahlen. Bei der Renaturierung im Jahr 1990 wurden die Kanäle beseitigt, sodass sich der Weg des Wassers durch die alte Mühlenanlage veränderte. Heute ist die Mühle ein Privatwohnhaus.
An den Hängen hinunter zum Egtved Ådal sind die Pferde keine Zierde in der Landschaft, sondern Arbeitstiere. Ihre Beweidung trägt dazu bei, die Magerrasen offen zu halten, damit niedrige Trockenrasenpflanzen nicht von hohen Kräutern, Sträuchern und Bäumen beschattet werden.
Gerade die steilen, trockenen Böden beherbergen Magerrasen von nationaler Bedeutung mit seltenen Pflanzen, Pilzen und Insekten. Halten Sie Abstand zu den Tieren, bleiben Sie auf den Wegen und lassen Sie das Lunchpaket in der Tasche.