Die Museumsbunker liegen unten am Skanderborg Sø im Dyrehaven, wo zwei ehemalige Kommandobunker als Museum eingerichtet sind. Hier tragen nicht nur Tafeln und Vitrinen die Erzählung; die Räume selbst leisten einen Teil der Arbeit. Die niedrigen, kalten Räume und die dicken Wände vermitteln ein körperliches Gefühl für die Anlage, die die Luftwaffe während der Besatzungszeit als dänisches Hauptquartier nutzte.
Die Ausstellungen sind in einen dänischen und einen deutschen Teil gegliedert. Der dänische Teil befasst sich näher mit Skanderborg und Dänemark während der Besatzungszeit, mit Erzählungen über Polizei, Widerstandsbewegung, Zusammenarbeit mit den Alliierten, Alltag und Rechtsabrechnung. Der deutsche Teil handelt von den Aktivitäten in der Gegend, dem Bunkerbau, den Generälen, dem Stab und den Aufgaben, die vom Hauptquartier aus gelöst wurden.
Zu den Gegenständen gehören Abwurfcontainer für die Widerstandsbewegung, Überreste alliierter Flugzeuge und Alltagsgegenstände aus der Besatzungszeit. In den Bunkern steht auch eine seltene Enigma-Chiffriermaschine, die einen konkreten Einblick in die verborgene Kommunikation des Krieges gibt.
Eine Klangkulisse unter anderem mit Funkgeräten, deutschen Soldaten und einer Alarmsituation macht die Räume unmittelbarer, ohne die Geschichte zu beschönigen. Der letzte Teil der Ausstellung handelt von den deutschen Flüchtlingen im Flygtningelejren Sølund nach dem Krieg. Draußen wechselt die Szenerie abrupt: Die Wege, Dyrehaven und der See liegen nur wenige Schritte von den schweren Betonkörpern entfernt.
In den Museumsbunkern steht ein Exemplar der deutschen Enigma-Chiffriermaschine, ausgestellt in den ehemaligen Kommandobunkern im Skanderborg Dyrehave. Die kleine Maschine gehört zu den Objekten, die die unsichtbare Arbeit des Krieges ganz nah heranholen.
Enigma wurde von deutschen Streitkräften verwendet, um taktische Nachrichten zu verschlüsseln und zu entschlüsseln. Jeder Tastendruck wurde über rotierende Walzen und elektrische Verbindungen umgesetzt, sodass sich die Buchstaben hinter Mechanik, Einstellungen und disziplinierter Geheimhaltung verbargen.